Kunst, Kultur und Soziales

Ikarus Freitag Club Termine

Vorschau - Termine

Hallo Freunde

des Ikarus-Freitagclub,
Logo: Ikarus e. V.
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SAMSTAG  9. AUGUST  • SPORTPLATZ OBERGIMPERN

Airspoon
Airspoon

Pressemitteilung

Sinsheim - rijo24 / 5. August 2008

Betreff: Airspoon meets Flint
Hallo hartgesottene Freunde der kleinen Nachtmusik, 
 
am Samstag, den 9.08. ab ca. 20.00 Uhr ist es wieder soweit: Airspoon und Flint spielen wie jedes Jahr zusammen auf dem alten Sportplatz in Obergimpern.
Das verspricht wieder eine geile Party zu werden. Also, kommet zuhauf!!!!

P. S.: Der Eintritt ist frei und Zeltmöglichkeiten sind vorhanden.

 
 
Initiative für Kultur, Arbeit und Soziales
IKARUS e.V.
 
Mario Zorn

Starthilfe für Agendaprojekt


Foto Spendenübergabe
Foto Spendenübergabe

Spielplatzpaten können ihre Arbeit aufnehmen

Immer wieder sind verunreinigte Spielplätze in Sinsheim und seinen Stadtteilen ein Thema in der Öffentlichkeit. Überwiegend in den Abend- und Nachtstunden lassen die verschiedensten Besucher dort Unrat liegen. Offenbar gehört es zum coolen Stil beim kollektiven Alkoholkonsum die leeren Bier- oder Spirituosenflaschen an Ort und Stelle zu zerschmettern. Mit ähnlichem Bildungsstand mögen auch Hundebesitzer ausgestattet sein, die ihre Lieblinge im Bereich von Spielflächen abkoten lassen, ohne die Hinterlassenschaften zu entfernen. 

Daß ein Bauhof, selbst wenn dieser hinreichend personell besetzt wäre, nun niemals in der Lage sein kann, an jedem Morgen sämtliche Spielplätze und Spielflächen auf die beschriebenen Gefahrenquellen hin überprüfen könnte, ist gemeinhin verständlich. Deshalb wurden von der Agendagruppe Soziales Sinsheim mit Unterstützung der ifa Heidelberg/Rhein-Neckar die Spielplatzpaten ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Erich Mildenberger aus Sinsheim starten am 1.August Sinsheimer Bürger diese Aktion. Es werden im Turnus die Spielplätze im Stadtgebiet auf Gefahrenquellen hin überprüft. Unrat, Schmutz und Scherben werden kurzerhand beseitigt.

Der Start wurde jetzt durch eine Sachspende der Sinsheimer Firma Schneider Baustoffe unterstützt. Hilfsgeräte das für Einsammeln von Unrat standen auf der Wunschliste und diese wurden jetzt von Geschäftsführer Michael Laumann-Lipp den Repräsentanten der Lokalen Agenda übergeben. Die Agendabeauftragte, Frau Dr. Maria Bitenc, bedankte für die nützliche Starthilfe, „ich hoffe, dass die Aktion auch einen Vorbildimpuls in Sachen Rücksichtnahme und Abfallvermeidung auf den Spielplätzen auslöst.“

v.l.n.r. Erich Mildenberger, Dr. Maria Bitenc, Michael Laumann-Lipp

Donnerstag 29.05.08 Kabarett mit Kabbaratz

Unter Schichten-Das SOZIALKUNDEPROGRAMM

Wenn mehr Menschen Lotto spielen als zu Kommunalwahlen gehen, müssen die Gewinnchancen höher sein als die Wahlchancen.

Das stimmt natürlich nicht und die Chancengleichheit auch nicht. Orientierten wir uns früher rechts oder links, gilt es heute oben oder unten. Vier Prozent der Deutschen schätzen sich als Unterschicht ein. Wieviele zur Überschicht der Politiker, Vorstände und Sachverständigen zählen ist ungewiß.

Evelyn Wendler und Peter Hoffmann zählen sich zum Rest.

Doch während die Wirtschaft wächst, die Siemens-Spülmaschine läuft wie geschmiert und die Korruptionsschäden im Volkswagen-Lack unsichtbar bleiben, plagen das mittlere Paar aus der mittleren Mittelschicht unvermittelt Abstiegsängste in die untere Mittelschicht. Sie liest gerade „Der Vollzeitarbeitsplatz und andere populäre Irrtümer.“ Er nimmt übel. Vor allen denen da oben, denn die wirklich Sozialschwachen sind über uns.

In seinem Sozialkundeprogramm zeigt Kabbaratz Ge-Schichten von der Deutschland- zur Ich-AG, und fragt, ob die Demokratie unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Gelernt haben die beiden nach 18 Programmen: Der Kapitalismus ist nicht demokratiesierbar. Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Deshalb ist der Schulunterricht  in Deutschland auch umsonst. Wie immer wird das Publikum bei Ego & Co.manie schichtenspezifisch eingebunden. Denn alle Staatsgewalt geht vom Volke aus - und kehrt nie wieder zurück.

Die Initiative für Kultur, Arbeit und Soziales (IKARUS) e.V.

Quelle: Ikarus "Tafel" Sinsheim
Quelle: Ikarus "Tafel" Sinsheim

Unter dem Druck der notwendigen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit konzentriert sich die öffentliche Debatte vorrangig auf ökonomische, politische und soziale Aspekte. So brennend diese Fragen auch sind: sie verengen den Blick und blenden wichtige kulturelle Perspektiven und Fragestellungen aus.

Arbeit ist das «wichtigste Band, das uns mit der Realität verbindet» (Sigmund Freud) - sowohl mit der Welt, die wir gestalten, wie mit unseren Mitmenschen. Der Wandel der Arbeit - Globalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung - verändert die Formen unseres Zusammenlebens, das Verhältnis zu Anderen, unser Selbstverständnis, unser Lebensgefühl, unser Menschen- und unser Weltbild, kurz: unsere ganze Kultur.

Längst sind auch jene betroffen, die noch Arbeit haben. In sehr vielen Wirtschaftsbereichen, und hier insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, sind sinkende Erträge, sich beschleunigende Preiserhöhungen für Energie und Rohstoffe Ursache für negative Zukunftsperspektiven. Die Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes prägt die Menschen. Die Sicherung eines existenziell notwendigen Minimums für die Versorgung im Alter oder bei Krankheit ist für eine zunehmende Zahl von Menschen in frage gestellt.

Auch müssen wir lernen, daß Phänomene, wie die Verlegung der Bochumer NOKIA-Produktion nach Rumänien keine Eintagsfliegen bleiben, sondern der aktuellen Wirtschaftsweise entsprechen. Hieraus ergibt sich für jeden Einzelnen viel Lernpotenzial und auch eine Konsequenz der Eigenverantwortung und einer wiederzuerlangenden Solidarität, um hieraus zukunftsweisende Perspektiven durch aktives Handeln zu entwickeln.

Die Initiative für Kultur, Arbeit und Soziales hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, Raum für Kultur zu schaffen. Raum, in dem es erlaubt ist, Konventionen in frage zu stellen. Raum, in dem es möglich ist, zu experimentieren, auszuprobieren. Raum zur Diskussion, zum Kennenlernen, zum Zuhören, zum Lernen, für demokratisches Miteinander und Füreinander.

Ein erster Schritt war im November 2006 die Bereitstellung der Räume in der Sinsheimer Burggasse 5a zur Nutzung für Gruppen Bürgerschaftlichen Engagements, für Gruppen, Vereine oder Einzelpersonen, die sozial bzw. kulturschaffend tätig sind.

So konnte z.B. die Sinsheimer Tafel den ersten Sinsheimer Tafelladen dort errichten, um bedürftigen Menschen in unserer Stadt gespendete Lebensmittel zur Verfügung stellen. Es tagten Gruppen der Lokalen Agenda 21 und Arbeitsgruppen des Bürgervereins Aktiv für Sinsheim und des Carnevalclubs SCC Narrhalla in den IKARUS-Räumen. Die ifa Heidelberg/Rhein-Neckar führte eine Tagesmutterqualifizierung durch, die es jungen Frauen ermöglichte, eine für Tagesmütter erforderliche Pflegeerlaubnis beim zuständigen Jugendamt beantragen zu können.

Die Eigenaktivitäten von IKARUS beschränkten sich in den vorhandenen Räumen auf den Freitagabend, wo sich Kulturinteressierte, Kulturschaffende und Künstler zwanglos im Rahmen des IKARUS-Freitagclub treffen konnten. Viele spannende Kulturveranstaltungen wurden so im Jahr 2007 realisiert. Neben Konzerten, Ausstellungen, Vorträgen, Kunst-Performances und Lesungen waren auch besondere kulinarische Abende im Programm.

Seit Januar 2008 werden die Räume in der Burggasse gänzlich der Tafel zur Verfügung gestellt, da zwischenzeitlich mehr als 1.000 Menschen mit Lebensmittel versorgt werden und der Platz für den Betrieb des Tafelladens einfach zu eng geworden ist.

Der IKARUS – Club ist seitdem „unterwegs“ und nutzt vorhandene räumliche Potenziale für kulturelle Events, Konzerte, Vortragsveranstaltungen, Lesungen und vieles mehr.