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Bundesminister von der Leyen und Glos:

"Deutschland soll Weltmarktführer für generationengerechte Produkte werden"

v. d. Leyen
v. d. Leyen

Kabinett beschließt Eckpunkte zur Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter"
Datum: 23.4.2008

Die Bundesregierung will die ökonomischen Chancen des demografischen Wandels besser nutzen und gleichzeitig die Lebensqualität älterer Menschen verbessern. Die heute von Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos im Bundeskabinett vorgestellte Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" soll die Entwicklung neuer für alle Generationen attraktiver Produkte und Dienstleistungen beschleunigen und Impulse für den zukunftsträchtigen Markt für Seniorinnen und Senioren setzen. Die gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gestartete Initiative verbindet Senioren-, Wirtschafts- und Verbraucherpolitik. Weitere Bundesministerien wollen sich einbringen.

Bundesministerin Ursula von der Leyen: "Die ältere Generation verfügt über eine enorme Nachfragekraft. Jeder dritte Euro, der heute in Deutschland privat ausgegeben wird, stammt aus dem Portemonnaie eines Menschen über 60 Jahre. Seniorinnen und Senioren sind jedoch kritische Konsumenten mit besonderen Wünschen: Technische Geräte sollen einfach zu bedienen, Dienstleistungen und Hilfen im Haushalt müssen auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Gekauft wird, was praktisch ist, den Alltag erleichtert und hilft, bis ins hohe Alter selbständig zu leben. Wir wollen im engen Austausch mit der Wirtschaft sowie den Senioren- und Verbraucherverbänden ältere Menschen in ihrer Rolle als selbstbewusste Konsumenten stärken. Wenn wir heute Produkte und Dienstleistungen voranbringen, die allen Generationen nutzen und gefallen, hat Deutschland mit seiner schnell alternden Gesellschaft die große Chance, Standards zu setzen und zum Weltmarktführer für generationengerechte Produkte aufzusteigen, bevor Wettbewerber im Ausland die Marktlücken schließen."

Bundesminister Michael Glos: "Ältere Menschen sind von immer größerer Bedeutung für die Wirtschaft. Die Initiative der Bundesregierung setzt auf die aktive Teilnahme älterer Menschen am Wirtschaftsleben als Verbraucherinnen und Verbraucher sowie als Unternehmerinnen und Unternehmer. Wir wollen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, ihr Angebot an Gütern und Dienstleistungen noch gezielter auf den Bedarf und das Konsumverhalten von Älteren auszurichten. Gleichzeitig wollen wir ältere Menschen ermuntern, den Weg in die Selbständigkeit zu wagen und weiterzugehen."

Die wichtigsten Eckpunkte zur Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter":

  • Auf einer neuen bundesweiten Plattform können Unternehmen, Experten und Senioren- und Verbraucherorganisationen kontinuierlich Erfahrungen und Ideen austauschen. Ziele sind eine stärkere Einbindung der Expertise älterer Menschen sowie bessere Produkte, die allen Generationen nutzen und gefallen.

    • Branchenübergreifende Regionalforen werden gezielt kleine und mittlere Unternehmen auf die Chancen des Seniorenmarkts aufmerksam machen.

    • Um die Zahl von Unternehmensgründungen durch ältere Menschen zu steigern, sollen passgenaue Informations- und Weiterbildungsangebote in Kooperation mit den Kammern und Bildungseinrichtungen sowie

    • eine Sammlung von "Best Practice"-Beispielen erfolgreicher Existenzgründer soll Seniorinnen und Senioren mit guten Geschäftsideen Mut für den Sprung in die Selbständigkeit machen.

  • Deutschland soll Vorreiter für "Generationenübergreifendes Design" werden.

    • Ein Kompetenznetzwerk "Universal Design" sammelt Informationen und Wissen zu Fragen der Produktgestaltung.

    • Designwettbewerbe an Hochschulen sollen Inspiration für künftige Produkte und Verpackungen liefern, die für Menschen jeden Alters attraktiv und handhabbar sind.

    • Eine Wanderausstellung für die breite Öffentlichkeit wird besonders gelungene Produkte und Ideen für generationengerechte Gestaltung präsentieren.

  • Ältere Verbraucherinnen und Verbraucher sollen es einfacher haben, Produkte und Dienstleistungen zu erkennen, die auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse Rücksicht nehmen.

    • Die Bundesregierung prüft, ob ein zentrales Gütesiegel für generationengerechte Produkte älteren Menschen eine Orientierung beim Einkauf bieten und gleichzeitig Anreize für die Entwicklung geeigneter Produkte setzen kann.

    • Infomaterialien wie von Fachleuten erstellte Checklisten sollen älteren Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, benutzerfreundliche Produkte und Dienstleistungen leichter aus dem Angebot herauszufinden.


Vom Austausch der Wirtschafts-, Senioren- und Verbraucherverbände unter dem Dach der Jahresende 2010 terminierten Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" profitieren alle. Ältere Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten einen Kanal, über den sie ihre Wünsche und Probleme im alltäglichen Umgang mit Produkten und Dienstleistungen zielgerichtet an Hersteller und Handel weitergeben können. Unternehmen haben die Chance, die eingebrachten Kompetenzen und Erfahrungen älterer Menschen in ihre Entwicklungs- und Vermarktungsprozesse einzubeziehen und damit das Risiko von Fehlinvestitionen deutlich zu mindern.

Eine eigene Geschäftsstelle soll die Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" bis Ende 2010 koordinieren. Das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) unterstützt die Initiative im Bereich der Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen.

Daten und Fakten zum Thema:

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat für die Generation der über 60-jährigen eine Kaufkraft von über 316 Milliarden Euro ermittelt. Jeder dritte Euro des privaten Konsums wird von älteren Kundinnen und Kunden ausgegeben. Dieser Anteil wird bis zum Jahr 2050 auf über 40 Prozent steigen. Ältere Haushalte sind konsumfreudiger als oftmals angenommen. Die Haushalte der 65 bis 75-Jährigen haben bereits heute mit rund 84 Prozent die höchste Konsumquote aller Altersgruppen. Zu den Bereichen, in denen die Älteren überdurchschnittlich viel zum Konsum beitragen, zählen aktuell neben der Gesundheitspflege mit rund 50 Prozent, auch die Ausgaben für Wohnen und Freizeit.

Weitere interessante Daten und Fakten zum Thema finden Sie unter www.bmfsfj.de und unter www.bmwi.de.

Rentenpolitik/Demographie

W. Bastian Online-Redakteur
W. Bastian Online-Redakteur
(openPR) - BERLIN/LAUTERBACH,rijo24 den 14. April 2008 (freie-stimme.org/wb)
„Wir warnen davor, immer wieder zu behaupten, die Älteren würden die Jüngeren ausplündern“, sagte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Freitag in Berlin zur Online Redaktion Freie Stimme Lauterbach - Vogelsberg. „Wer so was in die Welt setzt, zündelt als geistiger Brandstifter gefährlich am sozialen Frieden in unserem Lande und gefährdet die Demokratie.“
Unsägliche Debatte lenkt von sozialer Ungleichheit ab!
"Es muss endlich Schluss sein mit dieser unsäglichen Art des Ausspielens der Älteren gegen die Jüngeren", forderte der Verbandspräsident erneut. Offenbar müsse die These vom vermeintlichen "Generationenkrieg" immer dann herhalten, wenn in der Bevölkerung verstärkt die Frage nach sozialer Gerechtigkeit gestellt und nach den Ursachen des Gegensatzes von arm und reich gefragt werde, meinte Winkler. Der demographische Wandel werde gezielt als Schreckensszenario benutzt, um den fortgesetzten Sozialabbau und leere öffentliche Kassen zu rechtfertigen.
Winkler sagte weiter: "Diese Art des Umgangs ist verheerend für das Verhältnis der Generationen zueinander. Sie entspricht weder den Realitäten, noch leistet sie irgendeinen positiven Beitrag zur Zukunftsgestaltung in unserem Land. Der Beitrag der älteren Generationen zum Aufbau dieses Landes fällt dagegen völlig unter den Tisch. Wer zudem verschweigt, dass die heute angeblich ausgebeuteten Jüngeren die Neurentner sein werden, denen massive Altersarmut drohe, handelt fahrlässig."
Statt den Bürgern Angst zu machen seien Anstrengungen für mehr soziale Gerechtigkeit notwendig, betonte der Verbandspräsident. "Dazu gehört unter anderem, Ältere wieder stärker in das Berufsleben integrieren statt sie wie heute üblich auszugrenzen." Nicht die demographische Entwicklung belaste die Sozialkassen, sondern die anhaltende Massenarbeitslosigkeit, Niedriglöhne, prekäre Beschäftigung und sinkende Einkommen. "Hinzukommen der als 'Reform' bezeichnete fortgesetzte Sozialbbau und die anhaltende Umverteilung von unten nach oben." Winkler verwies dabei auf die Prognose der Bundesregierung zur Steigerung der Produktivität bis 2050 von 1,6 Prozent jährlich. "Das bewirkt trotz Alterung der Bevölkerung auch in Zukunft einen starken Anstieg des gesellschaftlichen Reichtums pro Kopf. Eine gerechtere Verteilung des erwirtschafteten Volkseinkommens ist notwendig, um soziale Gerechtigkeit für alle Generationen zu sichern."
Freie Stimme Lauterbach-Vogelsberg, Rheinstraße 35, 36341 Lauterbach-Hessen, Tel. 06641 40 300 56, E-Mail: freiestimme@aol.com. Online Redaktion: Wolfgang Bastian, Jasminka Mujanic, Hartmut Chodura, Marijanka Kekic, Anka Bastian u.a. Website: www.freie-stimme.org
Wer mehr über die Stadt Lauterbach-Hessen erfahren möchte, hier die Website: www.lauterbach-hessen.de
Vogelsbergkreis: vb-wiki.rockmon.net/Vogelsberg
Freie Stimme Lauterbach-Vogelsberg wird von unabhänigen Bürgern erstellt und veröffentlicht. Nicht kommerziell, eine Non Profit Internet Zeitung. Jeder kann ehrenamtlich mitmachen und sich einbringen. Siehe hierzu auch unser Impressum, aus dem hervorgeht, wo die Grenzen liegen. Trägerschaft: CVLMI e.V.

uniVersa klärt über Pflegelücken auf

Neuer Bedarfsrechner zur Pflegeabsicherung

Bildquelle: google-Bilder
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(lifepr) Nürnberg, 29.08.2007 - Die Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Ein langes Leben ist erfreulich, birgt aber auch Risiken. Über zwei Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig - Tendenz steigend. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko, selbst ein Pflegefall zu werden. So ist fast jeder Dritte ab dem 80. Lebensjahr pflegebedürftig.

Die uniVersa Krankenversicherung, Deutschlands ältester privater Krankenversicherer, hat jetzt unter www.ihre-pflegeabsicherung.de ein neues Internetportal geschaltet. Verbraucher erhalten hier nützliche Infos, mit welchen Kosten sie im Ernstfall bei häuslicher Pflege oder im Pflegeheim rechnen müssen. Zudem wird erklärt, wie viel der Kosten die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt.

Nützlicher Bedarfsrechner

Mit nur wenigen Mausklicks kann jeder seine individuelle Pflegelücke selbst berechnen. Wer will erfährt sogar noch, was eine passende Absicherung in etwa monatlich kostet. Infos gibt es auch zum Elternunterhalt. Der droht, wenn zum Beispiel die Einkünfte und das Vermögen der Eltern nicht ausreichen, um die monatlichen Pflegekosten zu decken. Dann kann von Kindern Regress verlangt werden - unter Umständen sind sogar vorgezogene Schenkungen rückgängig zu machen.

 

Ansprechpartner:

Herr Stefan Taschner
Presse/Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@uniVersa.de
Telefon: +49 (911) 5307-1698
Fax: +49 (911) 5307-1676

Ältere Schmerzpatienten werden oft schlecht versorgt

27.08.2007 20:25h: Ältere Menschen leiden häufig an chronischen Schmerzen. Verschleißerscheinungen oder Tumorerkrankungen können die Ursache sein. Dank moderner Medikamente lassen sich die Beschwerden lindern, doch in vielen Fällen scheitert dies an einer unzureichenden Behandlung: "Die Schmerzen älterer Menschen werden oft nicht richtig wahr- oder ernstgenommen", bemängelt Rainer Sabatowski. Allein in deutschen Pflegeheimen klagen laut der DGAI zwischen 45 und 80 Prozent der Bewohner über anhaltende Schmerzen, doch nur 20 Prozent würden adäquat behandelt. "Das ist ein Riesenproblem", betont Sabatowski. Häufig würden Beschwerden nicht erkannt, weil Ärzten und Pflegepersonal die Instrumente zur Schmerzerkennung unbekannt seien. Andere Patienten blieben unbehandelt, weil sie über die Möglichkeiten moderner Schmerzmittel nicht vernünftig aufgeklärt würden. Sabatowski rät Patienten, ihre Beschwerden nicht als Begleiterscheinung des Älterwerdens zu akzeptieren, sondern ihr Problem offen ansprechen. "Der Arzt kann nur helfen, wenn er von den Schmerzen erfährt", sagt der Anästhesist. Angehörigen von Pflegebedürftigen empfiehlt der Mediziner, auf mögliche Schmerzsymptome zu achten. "Gerade bei demenzkranken Patienten ist das wichtig. Sie können ihre Schmerzen oft nicht mehr gegenüber Dritten äußern", erläutert der Anästhesist. Ein Alarmzeichen sei beispielsweise, wenn die betroffene Person gekrümmt oder verkrampft im Bett liegt.

(ddp)

Indische Kräuter gegen Vergesslichkeit

Quelle: -gesund.com
Quelle: -gesund.com
Sinsheim(rijo24):
  • Vergesslichkeit ist normal.
Auch wenn es zunächst unlogisch klingt: Das Gedächtnis (die Fähigkeit, sich an einzelne Ereignisse, an Erlebtes zu erinnern) funktioniert nur, wenn es Vergesslichkeit gibt.
Allerdings kann sie auch Symptom einer Vorstufe krankhaften Intelligenzabbaus (des Alterssyndroms) sein. Als Symptom gilt sie jedoch erst bei einer länger als sechs Monate anhaltenden veränderten Gedächtnisleistung, die auch für Dritte beobachtbar ist (und nicht, wenn immer wieder einmal "Kleinigkeiten" wie ein Passwort, ein Termin oder ein Einkauf entfallen).
Ein häufiger Grund einer nachlassenden Merkfähigkeit ist Stress.

Zu hohe Konzentrationen des Stresshormons Cortisol schädigen wahrscheinlich die Nervenzellen.
Drogen, Medikamente und Alkohol können unsere Speicher- und Erinnerungsfähigkeiten angreifen
Im Alter lässt die Merkfähigkeit nach. Die Betroffenen können sich zwar oft noch an Ereignisse erinnern, die weit in der Vergangenheit liegen, vergessen aber oft aktuelle Termine, Daten und Namen.
Die Ursache ist ein natürlicher Alterungsprozess, bei dem die Informationsübertragung von Zelle zu Zelle langsamer wird, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Merkfähigkeit lässt nach. Durch Gedächtnisübungen können die Leitungsbahnen aktiv bleiben. Voraussetzung dafür ist eine intakte Hirndurchblutung bzw. ein funktionierender Hirnstoffwechsel. Mangeldurchblutung durch verengte Gehirnarterien führt zum Absterben von Gehirnzellen.
Gezielt bei der Hirndurchblutung setzt ein Kräuter-pflanzliches Mittel aus der Ayurveda-Medizin an, das unter der Bezeichnung Amazing-Herbal-Memory-Booster in Indien schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt wird.
Die indische Wissenschaftlerin Dr. Raksha von der Amazing-Herbal Klinik in Neu Delhi beschäftigt sich hauptsächlich mit allen Arten von Durchblutungsstörungen, deren Folgen und den Möglichkeiten diese gezielt durch Kräuter und Pflanzenkompositionen zu beseitigen. Im Laufe der Jahre ist es ihr gelungen Produkte zu entwickeln, die in der Lage sind, nicht nur Symptome abzustellen sondern die Ursachen für Problematiken, wie mangelhafte Hirndurchblutung, Bluthochdruck, vorzeitiger Alterung und den damit verbundenen Folgen abzustellen. Und das völlig ohne negative Nebenwirkungen, wie es eigentlich auch in der Ayurveda Medizin üblich ist. Nähere Informationen über Amazing-Herbal in deutscher Sprache erhalten Interessierte auf der Webseite www.alternativ-gesund.eu

Pressekontakt
                    Heute-Info                                            Wolfsburg
Ansprechpartner:
Dr. Wuelker
Telefon: 01636301326
Telefax: 053618908789
Email:
Homepage:
Kontakt aufnehmen
http://alternativ-gesund.com

Ist das Internet reif für die Älteren?

Fr. Ursula Lehr
Fr. Ursula Lehr
Immer mehr ältere Menschen benutzen das Internet. Die Ergebnisse des "(N)Onliner-Atlas 2006" zeigen: Die Zahl der Internetnutzerinnen und -nutzer über 50 Jahre in Deutschland beträgt mittlerweile 10 Millionen oder 33,7 Prozent. Das ist ein Anstieg um drei Prozent innerhalb eines Jahres. In keiner anderen Altersgruppe konnte eine solche Steigerung  verbucht werden. Selbst in der Altersgruppe der über 70-Jährigen nimmt die Zahl der Internetsurfer zu Internet:

Chancen für Ältere
Ein positiver Trend, findet auch Ursula von der Leyen, Bundes- ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: "Das Internet bietet gerade älteren Menschen viele Möglichkeiten, die ihr Leben einfacher machen können." Die Ministerin hatte die Schirmherrschaft für das "Online-Jahr 50plus" übernommen. Initiatoren waren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) sowie das Kompetenzzentrum Technik - Diversity Chancengleich- heit. Das "Online-Jahr 50plus" endete am 4. April 2007 mit einem Kongress.
 
Barrieren abbauen
Noch immer stehen viele ältere Menschen dem Internet kritisch gegenüber. Viele altersbedingte Barrieren im Internet selbst müssten abgebaut werden, um mehr Ältere für das Internet begeistern zu können. Wichtig ist, stärker den Nutzen des Internets für ältere Generation zu betonen.
Von der Leyen: "Mit dem Online-Jahr weisen wir auf diese
Chancen hin und ermutigen die Menschen, diese auch zu
ihrem Wohl zu nutzen."
 
Ältere für das Internet begeistern
Wie können mehr Ältere für das Internet motiviert werden? Hierzu hat sich die Altersforscherin Ursula Lehr (76), ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, kürzlich in einem Interview mit der Initiative "Erfahrung ist Zukunft" geäußert: 
 
Erfahrung ist Zukunft (EiZ): Frau Professor Lehr, zehn Millionen Menschen über 50 nutzen laut dem "(N)onliner-Atlas 2006" das Internet - ein Drittel aller Älteren in Deutschland. Und es werden immer mehr. Muss man überhaupt noch für das Internet werben?
 
Ursula Lehr: Die Anzahl der Internetnutzerinnen und -nutzer in der älteren Bevölkerung nimmt zu. Allein bei den 60- bis 65-jährigen Frauen um fünf Prozent im letzten Jahr. Ansonsten stieg die Zahl der älteren Online-User um drei Prozent. Aber: Viele in der Gruppe der über 70-Jährigen nutzen das Internet noch nicht. Hier müssen wir etwas tun.

EiZ:
An welche Maßnahmen denken Sie dabei?
Lehr: Wir müssen Ältere motivieren und ihnen zeigen, was sie mit dem Internet machen können: Fahrkarten direkt bestellen, Reiseorte suchen, Hotels anschauen und in Ruhe aus den verschiedenen Angeboten wählen. Es hat allerdings keinen Zweck, jemanden mit Dingen zu motivieren, die er nicht braucht. Wir müssten untersuchen, welche Motivation für welche Person in welcher Lebenslage wichtig ist. Vielleicht hilft dabei manchmal ein kleiner Umweg. Es gibt viele Ältere, die Kreuzworträtsel machen. Ihnen könnten wir sagen: Wenn Ihr nicht weiter kommt, sucht im Internet. Aber was noch wichtiger ist: Wir müssen gegen die  erlebten Barrieren im Internet angehen.

EiZ:Was gibt es denn für Barrieren?
Lehr: Eine Barriere ist die ständige Bewegung auf Internetseiten. Bewegungen stören Ältere mehr als Jüngere, weil sie sich stärker konzentrieren müssen und öfter Sehprobleme haben. Dazu kommt, dass vielen ein eigener PC fehlt. Oder dass Ältere öfter an die Kosten denken, die das "Surfen" verursachen kann. Viele Ältere wagen sich auch aufgrund des negativen Altersbildes nicht ins Internet. Sie trauen es sich selbst nicht zu. Aber es gibt auch andere Beispiele: In einem Pflegeheim in Regensburg traf ich eine strahlende 90-Jährige am Computer, die mir sagte: "Ich habe gerade eine E-Mail von meinem Enkel aus San Francisco bekommen und jetzt muß ich sofort antworten." Auch das ist möglich.

EiZ:
Was könnte Älteren den Zugang zum Internet erleichtern?
Lehr: Für Anfänger sollte es einfachere und bedienerfreund- lichere Computer geben. Ältere brauchen nicht sämtliche Programme, sondern nur diejenigen, die für den Einzelnen notwendig sind. Hier besteht großer Bedarf. Auch die Annahme, es sei ein gesellschaftliches Muss, das Internet zu nutzen, hält viele Ältere davon ab.Wenn ich stattdessen sage, das Internet macht Vergnügen, kriege ich die Leute eher dazu, online zu gehen. Das ist genauso wie beim Sport. Auf den Hinweis, Sport mache Spaß, gehen die Leute viel eher ein als auf die Aussage, Sport fördere die Gesundheit. Um Ältere für das Internet zu motivieren, sollten daher zunächst einmal die Seiten gezeigt werden, die Vergnügen machen.

EiZ: Was sagen Sie denjenigen, die bis ins hohe Alter auf der Schreibmaschine geschrieben haben und noch überlegen, ob sie auf den Computer umsteigen sollten?
Lehr: Ich möchte sie ermuntern, diesen Lernprozess zu wagen. Ich würde sagen: Fangen Sie schnell an. Der Satz  "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr" gilt so nicht mehr. Ältere brauchen vielleicht etwas länger, aber sie können noch lernen. Was die wöchentliche Klavierstunde für die Jugendlichen war, ist heute die Computerstunde für die Senioren - nur brauchen sie nicht mehr so lange. Drei bis vier Stunden genügen. So sind sie in einem Monat "Fachfrau" oder "Fachmann" im Internet.

EiZ:Sie sind nach wie vor als Wissenschaftlerin aktiv. Wie nutzen Sie selbst das Internet?
Lehr: Ich nutze E-Mail - anders geht es gar nicht. Ich buche alle meine Flug- und Bahntickets online. Ansonsten nutze ich das Internet, um mich in Dinge einzuarbeiten, die ich vorher nicht kannte. Es wäre schrecklich, wenn ich das Internet nicht hätte.
Quelle: Bundesregierung 50+

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